Jugendhilfeauschuss steht vor einem heillosen Finanzierungschaos

LOgo Netzwerk

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Pressemitteilung vom 11. Januar 2010


Jugendhilfeauschuss steht vor einem heillosen Finanzierungschaos

Netzwerk fordert weiter die Unterlassung der ungerechtfertigten Kürzungen

Einen Monat nach der denkwürdigen Misere im Jugendhilfeausschuss haben sich die Probleme um die Finanzierung der Projekte der Träger der Freien Jugendhilfe verschärft. Zu diesem Schluss kommt das Netzwerk für Kultur und Jugendarbeit e.V..

Hintergrund ist der umstrittene Maßnahmeplan, welcher nun endlich im Jugendhilfeausschuss beschlossen werden soll, obwohl er schon im Dezember vom Arbeitskreis Jugendarbeit abgelehnt wurde und in der Öffentlichkeit für große Unruhe sorgte. “Aktuell fehlen immer noch nachzureichende Verwaltungsvorlagen und es besteht keine vollständige Kenntnis über zu erwartende Änderungen,” so Jacqueline Hofmann, Vorstand des Netzwerkes, und weiter: “so läuft der Jugendhilfeausschuss Gefahr, im Chaos zu versinken und möglicherweise irreparable Adhoc-Entscheidungen zu treffen, weil die Zeit drängt. Die vorgeschlagenen Kürzungen sind fachlich nicht zu begründen und damit für das Netzwerk auch weiterhin nicht hinnehmbar.”

Die notwendige Ausfinanzierung – auch der inzwischen vorliegenden Änderungsvorschläge – ist indes nicht geklärt. “Wir müssen eher feststellen, dass die Aufgaben des Jugendamtes und der freien Träger weiter stiefmütterlich finanziert werden sollen. Ein solch klares Bekenntnis wie für den Sport und die Kultur durch die Stadt Chemnitz halten wir auch für die Belange der Jugendhilfe für wünschenswert und angemessen,” so Jan Koch, Vorsitzender des Netzwerkes für Kultur und Jugendarbeit e.V. und erinnert an den offenen Brief, den das Netzwerk im Dezember 2009 an die Rathausfraktionen richtete: “Wir sehen unter dem gegenwärtigen Stand der Jugendhilfeplanung, im Verhältnis zur Mittelausstattung des Amtes für Jugend und Familie, keine ausreichenden Möglichkeiten für eine angemessene Bedarfsdeckung aller Aufgaben der Jugendhilfe und für die Wahrung des sozialen Friedens in Chemnitz!”

Die Erwartungshaltung des Netzwerkes für Kultur und Jugendarbeit e.V. ist unmissverständlich: Dieser Maßnahmeplan und diese Kürzungen dürfen nicht beschlossen werden! Zunächst gehe es darum, die 25%ige Abschlagszahlung für das erste Quartal abzusichern, während im Stadtrat nach Deckungsquellen für das Haushaltloch in Höhe von 455.000 Euro gesucht werden muss. Das Netzwerk baut dabei auf die Einsicht des Stadtrates, dass die aktuell geplanten Kürzungen und Projektschließungen nicht gerecht und vor allem auch nicht nötig sind. “Wir werden für die kommenden Jahre bessere Finanzierungslösungen finden. Dazu lädt das Netzwerk die Ausschussmitglieder, die Liga der Wohlfahrtsverbände und die Verwaltungsspitze zu einer entsprechenden Auftaktveranstaltung ein, die für den 3. Februar 2010 geplant ist. Für dieses Jahr muss die Stadt noch einmal in den sauren Apfel beißen und die Arbeit der Jugendhilfeeinrichtungen mit einer zusätzlichen Finanzspritze sichern.” so Robert Görlach, Mitglied des Netzwerk-Vorstandes und des Jugendhilfeausschusses.

Die anstehende Jugendhilfeausschusssitzung dürfte erneut von einem großen öffentlichen Interesse sein und wird möglicherweise von weiteren stillen Protestaktionen begleitet. Frühzeitiges Kommen sichert eines der begehrten Tickets. Wer keinen Platz im Saal findet kann der Debatte in einem benachbarten Raum über Lautsprecher oder im Internet über einen Liveblog des Netzwerkes unter www.jugendkulturbox.de folgen. Die Jugendhilfeausschusssitzung findet am 12.01.2010, 16:30 Uhr in der Aula des Beruflichen Schulzentrums für Technik II, in der Schloßstraße 3 in Chemnitz, statt.

Pressekontakt:

Netzwerk für Kultur und Jugendarbeit e.V.
Frau Karen Pethke
Karl-Liebknecht-Straße 19
09111 Chemnitz
Tel. / Fax: 0371/364760
eMail: info@jugendkulturbox.de
Internet: www.jugendkulturbox.de

Über das Netzwerk für Kulturarbeit:

Das Netzwerk für Kultur- und Jugendarbeit e.V. ist ein Zusammenschluss von 45 Vereinen und Verbänden der Jugendhilfe, Jugendarbeit und Soziokultur in Chemnitz. Mitglieder sind u.a. solche Vereine wie AJZ e.V., Jugendberufshilfe e.V., KINDERVEREINIGUNG Chemnitz e.V., Armes Theater e.V. und Radio T e.V. Das Netzwerk fördert gemeinsame Anliegen und Fachveranstaltungen der Mitglieder und versteht sich als Lobby für die Interessen von Kindern und Jugendlichen in der Stadt Chemnitz.

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