JHA am 12.01.2010 – Endgültige Entscheidung zum Projekt AIRPLAY von Radio T e. V. verschoben

Im Jugendhilfeausschuss am 12.01. gab es noch keine endgültige Entscheidung zu unserem medienpädagogischen Projekt AIRPLAY für Kinder und Jugendliche. Das kann man schon als eine halbgute Nachricht auffassen. Allerdings ist die Entscheidung eben vorerst nur verschoben.

Der Jugendhilfeausschuss von Chemnitz hat den Maßnahmeplan für die Jugendhilfe für das Jahr 2010, den die Verwaltung des Jugendamtes vorlegte, angenommen und beschlossen. Das ist schlecht, denn damit folgte der Jugendhilfeausschuss den merkwürdigen Argumenten des Amtes, die finanzielle Engpässe nachträglich fachlich begründen sollten, und unterstützte damit auch insgesamt das problematische Vorgehen des Jugendamtes. Das Amt hat z. B. ohne rechtzeitige vorherige Information bzw. Rücksprache mit den von Kürzungen und Schließungen betroffenen Einrichtungen und Projekten, über die Köpfe von Mitarbeitern und Vorständen hinweg, die Projekte zur Kürzung oder Schließung ausgewählt. Konsequent wäre eine komplette Ablehnung des Maßnahmeplanes durch den Jugendhilfeausschuss gewesen.

Das heißt jetzt, dass auch die meisten bisher von Streichung oder Kürzung betroffenen Projekte wie unser Projekt AIRPLAY weiter akut bedroht sind.

Aber: es haben sich Vertreter von Fraktionen und Mitglieder des Netzwerkes für Kultur- und Jugendarbeit bereit erklärt, in der öffentlichen Sitzung des Stadtrates am 27.01.2010, in der der gesamte Haushalt der Stadt Chemnitz für das Jahr 2010 beschlossen werden soll, alternative finanzielle Deckungsquellen für vier der betroffenen Projekte zu benennen und diese damit zu retten.

Für unser Projekt wird die Fraktion der SPD einen Vorschlag im Stadtrat einbringen, in Absprache mit der Fraktion Die Linke. Die Vertreter beider Fraktionen haben sich im Jugendhilfeausschuss sehr stark für Radio T eingesetzt. Wie wir erfahren haben, haben die Vertreter der SPD wohl schon recht konkrete Vorstellungen, wo sie das Geld für unser Projekt hernehmen wollen.

Dies klingt alles erst mal recht gut, allerdings muss eben auch der ganze Stadtrat bei diesen Vorschlägen am 27.01. mitspielen, und dies ist noch gar nicht so sicher. Wenn der Stadtrat den Vorschlägen nicht zustimmt, gilt der am 12.01.2010 beschlossene Maßnahmeplan. Das heißt dann Schließung unseres Projektes und eine wackelige Zukunft für unser Radio. Mit der Schließung des Projektes würde nicht nur eine Stelle wegfallen und damit die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen bei Radio T, sondern es würde z. B. auch ein großer Teil der finanziellen Mittel für die Miete des gesamten Radios fehlen.

Die Sitzung des Stadtrates ist öffentlich. Sie findet in der Aula des Beruflichen Schulzentrums II, Schloßstraße 3, statt. Beginn am 27.01. ist 15:30 Uhr. Für diese Sitzung wird es ebenfalls Eintrittskarten geben. Weitere Infos dazu hier.

Heiko Loth

Projektleiter AIRPLAY

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